Rund um die Gefühle

Warum fühle ich was ich fühle?

Vielleicht gehörst auch du zu den Menschen, die ihre Gefühle ganz deutlich im Solarplexus, im Sonnengeflecht, wahrnehmen können: Wenn etwas unangenehm ist, drückt der Magen, du kannst nichts essen. Wenn du verliebt bist, hast du „Schmetterlinge im Bauch“.

Unsere Gefühle sind immer präsent. Manchmal laut aufgedreht, manchmal leise. Manche Menschen haben eine starke Verbindung zu ihren Gefühlen. Sie vertrauen ihrer inneren Stimme und lassen sich von ihr leiten. Andere Menschen wiederum setzen eher auf ihren Verstand und drehen den Sound ihrer Gefühle ganz leise.

Wie entstehen Gefühle?

Wie wir fühlen und welche Gefühle wir überhaupt in uns wahrnehmen, hängt im Wesentlichen von unserer inneren Programmierung, unseren Glaubenssätzen, ab. Man könnte sagen, unsere Glaubenssätze stellen unser Betriebssystem dar, unsere Gefühle sind unser Modus. Vor allem unsere unbewussten Glaubenssätze haben in der Regel einen starken Anteil an unseren Gefühlen.

Ein Glaubenssatz ist eine „tief verankerte Überzeugung, die eine Einstellung zu uns oder anderen ausdrückt.“ Die meisten Glaubenssätze entstehen in den ersten Jahren unserer Kindheit. Unser Gehirn schafft in dieser Zeit so viele Verknüpfungen wie zu keinem späteren Zeitpunkt. Wir lernen fürs Leben.

Positive Glaubenssätze wie „Ich bin wertvoll“ oder „Ich bin willkommen“ entstehen, wenn wir positive Erfahrungen machen. Negative Glaubenssätze bilden sich in Situationen, in denen uns vermittelt wird, dass wir nicht richtig sind: „Ich bin nichts wert“, „Ich bin ein Problem“, „Liebe ist nicht sicher“ können sie beispielsweise lauten.

Schutzstrategien helfen, unsere negativen Gefühle nicht zu fühlen

Aus diesen in den Tiefen unseres Unterbewusstseins gut versteckten Programmen resultieren schließlich bestimmte Gefühle. Haben wir eine gute Basis aus positiven Glaubenssätzen entwickeln wir vornehmlich gute Gefühle: Wir fühlen uns anerkannt, geliebt, sind selbstbewusst. Aus den negativen Glaubenssätzen jedoch können Gefühle entstehen wie Einsamkeit, Wertlosigkeit, Minderwertigkeitsgefühle, Unsicherheit. Und weil wir ausschließlich angenehme Gefühle spüren möchten, drücken wir diese dann weg. Um sie nicht zu spüren, entwickeln wir bestimmte Schutzstrategien: Angriff und Aggression, Rückzug, Perfektionismus, Harmoniestreben, Helfer-Syndrom oder Kontrollwut (es gibt natürlich noch viel mehr). Und alles nur, damit wir uns gut fühlen.

Diese Schutzstrategien funktionieren eine ganze Weile. Doch Gefühle lassen sich nicht mundtot machen. Die meisten Menschen bemerken irgendwann, dass es Zeit ist, etwas zu verändern. Zum Beispiel weil sie krank werden oder eine Sucht sich in ihr Leben geschlichen hat. Oder weil das Leben mit diesen Strategien unheimlich viel Energie verbraucht.

Vielleicht denkst du: Na, alles klar, dann löse ich mich doch von den zugrunde liegenden Programmen. So einfach ist das nicht, schließlich muss das Betriebssystem weiter für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Dazu kommt, dass uns all diese Strategien auch von Nutzen sein können. Vielleicht hast du aus dem Programm „Ich bin ein Problem“ eine Harmoniefähigkeit entwickelt, die dir einen großen Freundeskreis beschert. Ein gutes Gefühl. Und schon haben wir eine weitere Verknüpfung: Weil du tief in dir glaubst,  dass du ein Problem bist, strebst du (um das nicht zu spüren) nach Harmonie und kommst in deiner Umgebung gut an. Ein negatives Programm hat einen positiven Effekt.

Programme sind gut versteckt

Dazu kommt, dass diese tiefen Programme sich nicht so leicht aufspüren lassen. Oft sind sie ganz normal für uns geworden. In einer ThetaHealing Sitzung schauen wir uns genau diese unbewussten Zusammenhänge an und transformieren sie sanft, aber machtvoll. In jeder Sitzung geht es somit darum, genau diese „fehlerhaften“ Programme mit all ihren Konsequenzen zu erforschen und ein Stück weit anzuerkennen. Denn jeder „Fehler“ ist auch ein Teil von dir. Eine Erfahrung auf deinem Weg.